Hotspots

 

Zur Reduzierung der in Europa ankommenden Geflüchteten hatte die EU Ende Juni 2018 u.a. beschlossen, Registrierzentren in Italien und auf den griechischen Inseln zu errichten. Dort sollten die Identität von Geflüchteten kontrolliert, aber keine Asylverfahren durchgeführt werden. Die Geflüchteten sind dort in Sammellagern eingesperrt, es gibt keinen Zugang für die Presse.

 

 

2018 kamen nach Angaben der UN-Flüchtlingsbehörde UNHCR rund 50.500 Asylsuchende in Griechenland an. Auf dem Hotspot Moria auf Lesbos leben dreimal mehr Menschen als die Kapazität zulässt. Die unakzeptablen Bedingungen (Anstehen für Essen und Wasser: 6-12 Stunden, 80 Menschen teilen sich eine Dusche und Toilette, es gibt sexuelle Übergriffe) zeigen die maßlose Überforderung (www.bpb.de, 20.03.2019). Der Plan, an den EU-Außengrenzen und auch in Nordafrika solche Hotspots zu errichten, ist zum Scheitern verurteilt (C. Ziebritzki, taz 20.02.2019).