Wohnen

 

In Bayern (bisher nur in Bayern) werden seit dem 1.8.2018 alle neu ankommenden Geflüchteten bis zum Abschluss ihres Asylverfahrens zentral in  u Ankerzentren untergebracht. Dort sind 1000 bis 1.500 Geflüchtete untergebracht; es gibt keine Kochmöglichkeiten (es werden Essenspakete ausgegeben); die Unterbringung soll maximal 18 Monate dauern; Ehrenamtliche, Vereine haben keinen Zugang (etwa zur Sozial- und Rechtsberatung).

 

Erst nach dem positiven Abschluss des Asylverfahrens (= Asylgewährung oder Anerkennung als Flüchtling) dürfen sich Geflüchtete eine eigene Wohnung suchen.

 

Bis zur Einrichtung von Ankerzentren in Bayern (bzw. heute noch in den anderen Bundesländern) werden Geflüchtete bei ihrer Ankunft in einer Erstaufnahmeeinrichtung untergebracht (bis zu 6 Wochen, längstens bis zu 6 Monaten). Das sind häufig Turnhallen, ehemalige Kasernen etc. – also große, offene Räume ohne Schutz für die Privatsphäre. Danach wohnen sie in Gemeinschaftsunterkünften (GU), mit gemeinsamen Duschräumen, einer gemeinsamen Küche. Wegen der Enge, mangelnden Aufenthaltsräumen, der Hellhörigkeit etc. kommt auch dort kaum jemand zur Ruhe oder zum Lernen.

 

' Geflüchtete, die aus den Unterkünften/Ankerzentren ausziehen dürfen bzw. müssen, sind dabei allen anderen Wohnungssuchenden gleichgestellt – d.h. sie müssen selbst eine Wohnung finden.